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Klare Grenzen helfen der Produktivität.

Das menschliche Gehirn ist ein Gewohnheitstier und mit den richtigen Maßnahmen kann die Motivation gebündelt und aufrechterhalten werden.

Werden klare Grenzen gesetzt, kann das Gehirn sich in einem Bereich voll und ganz auf eine Aufgabe konzentrieren. Dieser Fokus kann allerdings nur erreicht werden, wenn jedem Bereich einen— wirklich nur einem Zweck dient.


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Das Paradebeispiel ist das Bett. Der Schlafbereich ist, wie der Name schon sagt zum Schlafen da! Dennoch lesen viele Menschen in diesem Bereich Bücher oder scrollen noch einmal den Feed von Facebook, Instagram & Co. durch.


Doch was macht das mit unserem Gehirn?

Sobald wir ein Buch im Bett zur Hand nehmen, schaltet das Gehirn in den Konzentrationsmodus, da es jetzt lesen soll. Der menschliche Denkapparat macht sich das Ganze dann noch einfacher und bildet eine Assoziation.


Bett = Lesen = Konzentration.

Dennoch ist Konzentration nicht notwendig beim Schlafen. Doch es ist egal, ob gelesen oder geschlafen werden soll. Sobald das Gehirn diese Assoziation für sich einmal erkannt hat, schaltet es beim ins Bett gehen auf den Lesemodus und verhindert das unmittelbare Einschlafen. Obwohl wir müde sind und nur schlafen wollen, fährt das Gehirn erst nochmal auf Leistung, da es davon ausgeht, dass es Lesen soll. Deshalb sollten eigene Lesebereiche etabliert werden, die signalisieren, dass hier ein Ort der Konzentration ist und das Bett bleibt die einzige Anlaufstelle, wenn es um Schlafen geht.

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Ein weiteres Beispiel ist Homeoffice. Es sollten dem Gehirn klare Signale gesendet werden, ob es sich bei den Arbeiten am Computer um privates oder geschäftliches handelt, sodass sich voll und ganz auf diese Arbeit fokussiert werden kann.


Welche Signale wären das?

Gerade wenn man nur einen PC Zuhause hat, von dem aus auch geschäftlich gearbeitet werden kann, ist es wichtig entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um das Gehirn darauf einzustellen.

Zum Beispiel mit Musik: Bei privaten Angelegenheiten kann demnach Hip-Hop, Jazz, Rock oder Pop (oder was einem beliebt) im Hintergrund laufen. Während bei geschäftlichen Tätigkeiten keine oder Lo-Fi Titel abgespielt werden. Hauptsache etwas anderes als bei Privat. Dieser einfache und zugleich simple Trick, setzt dem Hirn klare Grenzen, sodass ich sich voll und ganz auf die jeweilige Tätigkeit eingestellt werden kann.

Rock = Privat und Pop = Geschäftlich

Bei mehreren Endgeräten könnte man jeden Computer eine eigene Aufgabe zuteilen. Zum Beispiel auf dem Laptop werden nur Emails gelesen und beantwortet, wohingegen auf dem leistungsstarken Rechner grafikintensive Anwendungen betrieben werden. Allein diese Konstellation signalisiert klare Aufgabenbereiche: Bürokratische Aufgaben am Laptop und kreatives Arbeiten am performanteren Gerät.

Dabei spielt es keine Rolle, dass beide Geräte Outlook, Thunderbird oder ein beliebiges Programm installiert haben können um E-mails zu bearbeiten. Es geht lediglich um die Tatsache entsprechende Signale an das Gehirn zu senden, um klare Grenzen zu setzen, sodass die Leistungsbereitschaft für die jeweilige Aufgabe gebündelt wird.

Natürlich gibt es unendliche viele Wege, entsprechende Signale zu setzen. Zum Beispiel könnte man sich für geschäftliche Aufgaben auch in einem anderen Raum (Arbeitszimmer) oder auf die andere Seite des Schreibtisches setzen und somit die Grenzen definieren. Dem Gestaltungsspielraum sind keine Grenzen gesetzt, solange es konsistent angewendet wird.



Das allzusammenfassende Zauberwort heißt somit Routine. Wenn es gelingt bestimmte Signale für bestimmte Zwecke zu senden und diese kontinuierlich anzuwenden, ist in der Lage das Gehirn auf Höchstleistung zu treiben, sodass die volle Konzentration auf einzelne Aufgaben zu gewissen Zeitpunkten sofort abrufbereit ist.

Autor Manuel Steinberg
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